Rollator: Modelle, Auswahl & Kostenübernahme
Stand: Januar 2026
Standard, Leichtgewicht oder Outdoor: Welcher Rollator passt? Auswahl-Kriterien, Ausstattung und wie die Krankenkasse den Rollator übernimmt.
Welche Rollator-Modelle es gibt
Ein Rollator schenkt Sicherheit bei jedem Schritt und damit ein gutes Stück Selbstständigkeit. Damit der Gehwagen wirklich zu Ihrem Leben passt, lohnt der Blick auf die drei gängigen Modelltypen:
- Standard-Rollator: der verlässliche Allrounder für drinnen und für gepflegte Wege draußen – stabil, bewährt und meist gut ausgestattet.
- Leichtgewicht-Rollator: besonders leicht und damit angenehm zu führen und zu transportieren. Er lässt sich gut anheben, im Auto verstauen und in Bus oder Bahn mitnehmen.
- Geländegängiger Outdoor-Rollator: mit größeren Rädern und stabilem Rahmen für Spaziergänge auf unebenem Untergrund, Wald- und Feldwegen.
Worauf Sie bei der Auswahl achten
Entscheidend ist, dass Technik und Maße zu Ihnen passen. Diese Merkmale geben dabei Orientierung:
- Gute Bremsen: leicht erreichbar und zuverlässig – sie geben Halt an Steigungen und im Stand.
- Passende Griffhöhe: auf Sie eingestellt sorgt sie für eine aufrechte, rückenschonende Haltung.
- Sitzfläche: lädt zur kurzen Pause ein und gibt unterwegs Sicherheit.
- Korb oder Tasche: macht Einkauf und kleine Wege im Alltag bequem.
Für drinnen zählt vor allem Wendigkeit, damit Sie in Flur und Wohnung gut um die Kurve kommen, und ein schmaler Rahmen erleichtert das Durchfahren von Türen. Für draußen geben größere Räder und ein stabiler Rahmen ein sicheres Gefühl auf Gehweg, Kopfsteinpflaster oder unebenem Untergrund. Probieren Sie verschiedene Modelle in Ruhe aus – das Gefühl beim Gehen entscheidet. Achten Sie zusätzlich auf das Eigengewicht, wenn Sie den Rollator oft heben oder transportieren, und auf einen Faltmechanismus, der sich leicht bedienen lässt.
Wie die Kasse den Rollator übernimmt
Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse ein Standardmodell – und das unabhängig vom Pflegegrad. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf das Rezept an und reichen Sie es bei Sanitätshaus oder Kasse ein. Wünschen Sie Ausstattung über das Standardmodell hinaus, etwa ein besonders leichtes Modell oder größere Räder für draußen, ist häufig eine Aufzahlung möglich. Lassen Sie sich den Rollator im Sanitätshaus auf Ihre Körpergröße einstellen und die Bedienung von Bremsen, Sitz und Faltmechanik in Ruhe zeigen – so finden Sie sicher ins Gehen. Die Einzelheiten zur Verordnung und zum Zusammenspiel mit Leistungen lesen Sie im Ratgeber Rollator & Pflegegrad. Einen Überblick über weitere passende Hilfsmittel finden Sie auf der Seite Pflegehilfsmittel.
Häufige Fragen
Welcher Rollator ist der richtige?
Für drinnen zählt Wendigkeit, für draußen sind größere Räder und ein stabiler Rahmen wichtig. Leichtgewicht-Rollatoren lassen sich gut transportieren. Achten Sie auf gute Bremsen, eine angenehme Griffhöhe, Sitzfläche und Korb.
Zahlt die Krankenkasse den Rollator?
Ja, mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse ein Standardmodell – unabhängig vom Pflegegrad. Details lesen Sie im Ratgeber Rollator & Pflegegrad.
Diese Angaben dienen Ihrer Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind die Entscheidung Ihrer Pflegekasse und die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen. Angaben ohne Gewähr.
Quellen & Stand
- SGB XI § 40 – Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- BMG – Leistungsbeträge der Pflegeversicherung 2026 (Kurzüberblick)
- GKV-Spitzenverband – Pflegeversicherung
Angaben geprüft – Stand: Januar 2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen und die Entscheidung Ihrer Pflegekasse.